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  Hatzenbühl - Jockgrim - Neupotz - Rheinzabern

Persönlichkeiten

Prof. Franz Bernhard

Franz Bernhard wurde 1934 in Neuhäuser (Nové Chalupy) im Böhmerwald geboren und lebt in Jockgrim. Er studierte an der Kunstakademie in Karlsruhe Bildhauerei. Die Werke Bernhards sind Plastiken, die den menschlichen Körper in einfacher, stark abstrahierter Form darstellen.  Eines seiner Werke steht in der Ludowici-Kapelle Jockgrim. Prof. Franz Bernhard ist Träger des Bundesverdienstkreuzes, war Mitglied der Akademie der Künste Berlin und ist Ehrenprofessor des Landes Baden-Württemberg.

Prof. Karl-Heinz Deutsch

Der Bildhauer Karl-Heinz Deutsch wurde 1940 in Karlsruhe geboren und wohnt in Jockgrim. Er ist gelernter Keramik-Modelleur und hat an der Kunsthochschule in Karlsruhe studiert. Eines seiner Werke steht in der St. Anna Kapelle in Rheinzabern. Karl-Heinz Deutsch ist Gewinner zahlreicher Wettbewerbe und Träger des Pfalzpreises für Plastik und des Förderpreises des Landes Rheinland-Pfalz.

Paul Fagius

Paul Fagius wurde im Jahr 1504 in Rheinzabern als Sohn eines Lehrers und Ratsschreibers geboren. Er hat hauptsächlich in drei Arbeitsbereichen Bedeutsames geleistet: Als Pfarrer in Isny, als Lehrer und Erzieher und als Gelehrter des Alten Testamentes. Während der katholischen Gegenreformation in England wurden seine Gebeine 1556 exhumiert; in einem Schauprozess wurde Fagius posthum zum Feuertod verurteilt. Seine Gebeine wurden öffentlich verbrannt. 1560 wurde er rehabilitiert.
(1504-1549)

Johann Michael Frey

Er war Pfarrer in Hatzenbühl von 1826 bis 1853. Er gilt neben Franz Xaver Remling (1803–1873) und Johann Georg Lehmann (1797–1876) als der bedeutendste pfälzische Historiker seiner Zeit. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Hindenburgstraße in Pfarrer-Frey-Straße umbenannt.  (1788–1854)

Albert Haueisen

Er zählt neben Slevogt, Weisgerber und Purrmann zu den bedeutendsten Künstlern im Bereich des heutigen rheinland-pfälzischen Raumes. Albert Haueisen wuchs bei Ludwigshafen auf und war besonders gern bei seinen Großeltern in Jockgrim. Dort schloss sich auch sein Lebenskreis nach 82 Jahren. In Anerkennung seiner Verdienste ernannte ihn der Gemeinderat bereits im Jahre 1932 zum Ehrenbürger Jockgrims.
(1872 – 1954)

Elisabeth Langgässer

Elisabeth Langgässer (eigentlich Elisabeth Hoffmann) gehörte zu den christlich orientierten Schriftstellern des
20. Jahrhunderts. Als Halbjüdin wurde sie von Nationalsozialisten verfolgt. Ihre Tochter Cordelia Edvadsen überlebte die Lager in Theresienstadt und Auschwitz. Elisabeth Langgässer wurde in Alzey geboren. Zu ihrem Gedenken wird dort alle drei Jahre der Elisabeth-Langgässer-Literaturpreis verliehen (u. a. an Luise Rinser). Elisabeth Langgässer erkrankte an Multiple Sklerose. Sie starb in Rheinzabern.
(1899-1950)

Wilhelm Ludowici

Im Jahr 1883 nahm Wilhelm Ludowici die Falzziegelwerke Ludowici in Jockgrim in Betrieb. Er gilt als Vater des heutigen Dachziegels, denn er entwickelte den Falzziegel Z1 sowie die Revolverpresse.  Wilhelm Ludowici wurde 1912 zum Ehrenbürger von Jockgrim ernannt.
(1855 – 1929)

Dr. Johann Wilhelm Ludowici

Er baute die durch den Krieg zerstörte Ziegelindustrie in Jockgrim wieder auf und machte eine Reihe von technischen Erfindungen auf dem Gebiet der Ziegelindustrie. Dabei brachte er es auf zahlreiche Patente. Der Verfall der Patente zog gleichzeitig den Niedergang der Ziegelindustrie in Jockgrim nach sich.
(1896 – 1983)

Maximilian Joseph Pfeiffer

Maximilian Joseph Pfeiffer wurde in einer kinderreichen und bildungsbeflissenen Familie in Rheinzabern geboren.
Er war Sekretär der königlichen Bücherei Bamberg, Bibliothekar der Hof- und Staatsbibliothek in Münden und Botschafter des Deutschen Reiches in Wien.
(1875 – 1926)

Anton Pfeiffer

Anton Pfeiffer war der jüngere Bruder von Maximilian Joseph Pfeiffer und ist ebenfalls in Rheinzabern geboren. Er war u. a. Gründungsmitglied der CSU, Sonderminister für Entnazifizierung in Bayern und Deutscher Botschafter in Brüssel.
(1888 – 1957)

Lina Sommer

Sie ist die bedeutendste Mundartdichterin der Pfalz. Die Jahre zwischen 1921 und 1932 verbrachte sie häufig in Jockgrim. Ihre tiefe Verbundenheit bekundete Lina Sommer mit dem Wunsch, auf dem hiesigen Friedhof begraben zu werden. Zu ihrem 70. Geburtstag verlieh ihr die Gemeinde Jockgrim das Ehrenbürgerrecht. In Jockgrim gibt es heute die Lina-Sommer-Grundschule, einen Lina-Sommer-Platz, eine Lina-Sommer-Stube und einen Lina-Sommer-Weg, der quer durch Jockgrim führt und mit kleinen Gedichtstäfelchen gespickt ist. Seit März 2007 wurde ein Seniorenhaus der AWO Pfalz in Jockgrim ebenfalls nach Lina Sommer benannt.
(1862 – 1932)

Lily Voigt

Lily Voigt wurde 1914 in der Schweiz geboren und lebte viele Jahre in Jockgrim. Themen wie Mitmenschlichkeit, Mitverantwortlichkeit und Liebe wollte sie mit ihren Kunstwerken visualisieren. Lily Voigt war gleichzeitig Malerin und Bildhauerin. Ihre Berliner Bär Statue steht in Berlin in der Heerstraße 391. Im Jahr 2000 starb Lily Voigt verarmt in Jockgrim.